ALL ON PURPOSE
Gespräche zwischen Butrus Frings, Kunst und August Mond.

Niemand sieht hin — über August Monds Vita Bona

Ein Saal voller Augen, in dem fast niemand sieht. Butrus Frings steht allein vor August Monds riesigem Mond-Bankett Vita Bona — und findet ein Bild über das Sehen, das wir verlernt haben.

von Butrus Frings — Stuttgart, 16. Juni 2026 — Zum Blog

Zwei Männer, eine Farbe, kein Frieden — Ein Bekenntnis

Eine Liebeserklärung an Rothko — und eine ehrliche Abrechnung mit Richter. Butrus Frings schreibt allein, aus Stammheim, über die Maler, die ihn geprägt haben.

von Butrus Frings — Stammheim, 29. Mai 2026 — Zum Blog

Pieter Bruegel d. Ä. – Niederländische Sprichwörter, 1559. Öl auf Eichenholz. Gemäldegalerie, Berlin.

Die Fiktion des Originals: Pieter Brueghel der Jüngere und die Ethik der Wiederholung

Pieter Brueghel der Jüngere hat nie eine Verzeihung für seinen Vater erhalten. Er kopierte — sechzig Versionen der Vogelfalle, dreißig der Anbetung im Schnee. Die Kunstgeschichte liest das als Scheitern. Diese Abschlussarbeit, eingereicht am Sotheby’s Institute of Art London im Juni 1996, argumentiert das Gegenteil: Brueghel der Jüngere kopierte nicht aus Ideenlosigkeit, sondern aus philosophischer Überzeugung. Das Konzept des Originals war für ihn eine Fiktion. Was zählte, war das Argument — und sein Recht, gesehen zu werden. Immer wieder. Zum Blog

Wer hat uns das Sehen beigebracht?

Von Pseudo-Dionysius bis Lyotard — sechs Philosophen über fünfzehn Jahrhunderte, die geprägt haben, wie wir Kunst betrachten, was wir Schönheit nennen, und warum das Schweigen vor einem Gemälde nie so unschuldig ist, wie es scheint.

von Butrus Frings — Stuttgart, 20. Mai 2026 — Zum Blog

Wer hat aufgehört zu tanzen — oder: Die Seuche, die man Freude nannte

1518, Straßburg: Eine Frau beginnt zu tanzen. Sie kann nicht aufhören. Innerhalb einer Woche folgen ihr Hunderte – ohne Musik, ohne Ziel. Einige sterben. Die Ärzte verschreiben: mehr Tanzen. Pieter Brueghel, eine mittelalterliche Bildtafel, August Monds Regentanz: drei Figuren, die gemeinsam ausbrechen. Die Tänzer von 1518 hatten keine Wahl. Monds Figuren haben sie. von Butrus Frings – Stuttgart, 16. Mai 2026 – mehr

„Das Licht weiß mehr als der Mensch, den es trifft."

Ein Porträt, das keines sein will. August Mond besteht darauf, es sei bloße Übung gewesen — Butrus Frings sieht ein Verhör. Was folgt, ist ein Gespräch über Licht, Werkzeug und Würde, über Velázquez und die Frage, ob ein Bild eine Geschichte braucht oder ob es reicht, dass man ihm eine gibt.

von Butrus Frings — Stuttgart, Mai 2026—Zum Gespräch